Mein Name ist Mario Bizour und ich bin am 21. August 1978 geboren. Meine Heimat Krumbach liegt im südlichen Niederösterreich – in der so genannten Buckligen Welt.

Mein Hobby…

…ist die Zucht englischer Schauwellensittiche. Die Zucht an sich, sowie die Vererbungslehre waren schon immer in meinem Interesse. Zebrafinken, Großsittiche sowie Papageien zählten ebenso dazu wie Wellensittiche.

So kam es, das ich 1990 meine ersten englischen Schauwellensittiche von einem befreundeten Züchter erhielt, worauf Vögel aus anderen renomierten Zuchten folgten.

1998 führte mich mein beruflicher Werdegang nach Wien und so musste ich mangels Zeit mein geliebtes Hobby aufgeben und veräußerte meinen gesamten Bestand schweren Herzens.

Der Neuanfang 2005

Nach der Geburt meines Sohnes Sebastian übersiedelte ich mit meiner Familie in meine Heimat Krumbach. Im Sommer 2006 renovierten wir unser neues Heim von Grund auf. So konnte ich mir in den großzügig vorhandenen Kellerräumlichkeiten eine neue – meinen Wünschen entsprechende – Zuchtanlage erbauen.

Schnell waren die „alten“ Kontakte wieder geknüpft und ich konnte wieder meiner Leidenschaft nachgehen – der Vogelzucht.

Meine Zucht

Mittlerweile züchte ich neben normalen, auch Zimt, Opalin, Austr. Schecken und natürlich auch Spangels. Ab 2008 werde ich auch Lutinos in meine Zucht aufnehmen.

Wenn man mit der Zucht neu beginnt, also praktisch von Null wieder anfängt, dann hat man die große Chance sich wirklich eine Ideallinie heranzuzüchten. Aus diesem Grund habe ich Vögel von Josef Ruthner, Friedrich Kreuzweger, Oskar Steininger, Stefan Berner sowie Kurt Vogt, Daniel Lütolf und Florian Böck.

Fütterung

Ich investiere täglich sehr viel Zeit fürs Füttern und wechsle selbstverständlich jeden Tag die Tränken meiner Vögel. Ich glaube, dass das ein großer Bestandteil für eine erfolgreiche Zucht ist.

In meinen Zuchtboxen befinden sich Futterautomaten für das herkömmliche Wellensittichfutter. Täglich bekommen meine Vögel rote Kolbenhirse – das ganze Jahr über. Außerdem gehören Mineralstoffe, wie Jodsteine, Grit und Kalksteine und Sepia Schalen zur Grundlage der Nahrung.

Nur in der Vorbereitung zur Zucht ergänze ich Hormova und während der Zucht dürfen sich meine Vögel jeden 2. Tag auf frisches Eifutter freuen.

Diese besteht aus

In den Sommermonaten versorge ich meine Tiere zusätzlich zum normalen Futter mit frischem Gemüse.

Die Zucht

Ich beginne meine Zucht etwa Ende August – Anfang September. Die Zucht dauert bis Ende April. Nach langsamen Absetzen kommen die Vögel in die Volieren und dann in die Außenfluganlage.

Im Zuchtraum achte ich besonders auf das richtige Klima. Bei +18 ° C und mindestens 60 % Luftfeuchtigkeit sowie ausreichende Beleuchtung fühlen sich meine Tiere sehr wohl.

Mein derzeitiger Bestand nach meinem Neustart beträgt etwa zwischen 150 bis 250 Vögel, davon werden 100-200 Babies beringt.

Das Wichtigste zum Schluss

Ich glaube, dass Erfolge nur möglich sind, wenn weiterhin das Tier selbst im Vordergrund steht. Ich halte nichts davon, die Tiere mit künstlichen Vitaminen voll zupumpen um dann mit ihnen erfolgreich zu züchten.

Wichtig ist meines Erachtens auch der Erhalt der Federstruktur sowie TOP Sauberkeit und Hygiene in der Anlage. Auch wenn das Reinigen und Ausmisten sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, so kann man die Keimzahlen niedrig und somit die Vögel langjährig vital halten.

Meiner Meinung nach wird in Zukunft die Quantität der Tiere pro Zuchtanlage sinken, und dafür die Qualität der Tiere steigen.

Die Zucht an sich ist ein zeitintensives Hobby – egal ob mit großen oder mit kleinen Tieren wie zB Wellensittichen. Wer viel Liebe und Zeit investiert, wird Erfolge ernten.

Neben den für mich interessanten Aspekten der Vererbungslehre, der Farbenpracht sowie dem Federspiel der Vögel ist für mich auch – und das ist ein sehr wichtiger Aspekt – der kollegiale Austausch mit anderen Züchtern ein Grund für dieses Hobby. Außerdem ist es für mich ein idealer Ausgleich zum anstrengenden Arbeitsalltag.